Das tschechische Sprichwort sagt „Wo man Bier braut, da lässt sich’s gut leben“. Und diese Volksweisheit trifft auch auf Brandenburg zu. In Brandenburg gibt es reizvolle Landschaften, reine Luft, freundliche Menschen und qualitätsvolle Biere, die von Hand, naturbelassen und ohne Konservierungsstoffe gebraut werden. Regionale, handwerklich hergestellte Biere entstehen hier aus den ausgesuchten Zutaten und in vielen individuellen Schritten. Auf diese Weise bekommen sie Seele und Charakter.

 

Auf der Suche nach der Seele des Brandenburger Gerstensaftes hat sich eine Gruppe deutscher und polnischer Unternehmer auf die Reise nach Boitzenburg und Hohenfinow begeben. Besucht wurden zwei Brauhäuser mit verschiedenen regionalen Biersorten und verschieden Marketingkonzepten. Deutsche und polnische Unternehmer hatten in Boitzenburg die Möglichkeit auch das Konzept der „Regionalmarke Uckermark“ kennen zu lernen, die von dem Investor Center Uckermark GmbH (ICU) entwickelt wurde, und die Thomas Eitner, Mitarbeiter von der ICU, vorgestellt hat. Über die „Bierrevolution“ in Polen und den einzigen bekannten, historischen, polnischen Bierstil, dem Grätzer Bier, hat Artur Molenda, der Vorsitzende des Privatbrauervereins Westpommerns, berichtet. Schließlich hat David Schimmelpfennig, Chef der Boitzenburger Brauerei, sein Konzept der Vermarktung des Regionalbieres vorgestellt und die Gäste durch die Brauerei geführt.

Das zweite Ziel der Unternehmerreise war Hohenfinow mit dem Barnimer Brauhaus, das von dem Ehepaar Sören und Nora von Billerbeck geführt wird. Ihre Brauerei ist 2019, erst 8 Monate nach der Eröffnung, bei der Umfrage des österreichischen Magazins Falstaff, des Fachmagazins für Essen, Trinken und Reisen mit mehr als 100 000 regelmäßigen Community-Nutzern, auf Platz drei der beliebtesten Mikrobrauereien in Berlin und Brandenburg gelandet. In Hohenfinow hat der Braumeister höchstpersönlich die Gruppe durch die Brauerei geführt und einige seiner Braugeheimnisse gelüftet. Auf dem bezaubernden Brauereihof hatten die Teilnehmer die Möglichkeit das breite Angebot des Barnimer Brauhauses kennen zu lernen und über die Vermarktungsstrategien der Barnimer zu hören.

Die Reise hat dem deutschen und polnischen Unternehmer die Möglichkeit geboten, sich über die neuen Geschäftsideen zu informieren, frische Ideen aufzugreifen und sich persönlich kennen zu lernen. Im Anschluss an die Veranstaltung wurden Teilnehmer der Unternehmerreise zu Radio Szczecin eingeladen, um in der Sendung über die neusten Entwicklungen rund um die Braukultur in Deutschland und Polen zu diskutieren.

Die deutsch-polnische Unternehmerreise „Grenzüberschreitende Vermarktung regionaler Braukultur in Gastronomie, Hotellerie und Tourismuswirtschaft“ wurde vom Service- und BeratungsCentrum der Euroregion POMERANIA in Schwedt/Oder am 25. September 2019 organisiert.

Text: Dr. Przemysław Jackowski

Bilder: Martin Hanf, Dr. Przemysław Jackowski, Ryszard Kneć